Health and Work and when they don´t go together – Gesundheit im Arbeitsleben, so wichtig und so vernachlässigt

health and work
26.03.2015

You´ve probably all heard about the plane-crash in France a couple of days ago. It´s a tragedy, no doubt, so many lives have perished, so many people have lost loved ones. And it would appear that the co-pilot who seemingly caused that tragedy was severely ill and actually certified unfit for work by a doctor on that day. This story has raised lots of discussions about safety in cockpits in europe (which is more than due) and psychological testing of pilots.

But what I want to talk about today is not only health testing in pilots. Sure, mentally ill people in positions where lives are at stake are quite a subject, definetly worth talking about, but I´m more interested in how we get mentally ill people in those positions in the first place.

Pilots, like surgeons, like so many other people have horrendeous hours, huge workloads, often aren´t paid accordingly, aren´t valued. And it doesn´t stop with pilots and surgeons, waitresses, cleaning staff… you name it, so many undervalued, underpaid, overworked people.

And that´s not just really crappy for them, it´s a health issue, a money issue and a society issue.

Undervalued, overworked people tend to get ill, physically and mentally, to make mistakes, to neglect their family and friends. It should be absolutely obvious to everyone that that costs us, as a society, and companies a real lot of money. The health issues strain our social system, the mistakes are costly for the company, the neglected children will probably face health issues themselves in the future…

In the long run it´s economic bullshit to treat people badly in their workplace. Nonetheless it happens. A lot.

Why?

We´ve had an economic crises for a couple of years now, companies have struggled to survive, what do I say, whole countries have. The most noticeable reason for all of this are ventures in the stock market. There it´s all about the NOW, a company can rise and fall within days, regardless of whether they produce real value or not. Longsighted planning isn´t very sexy for many investors, they want money, much of it and fast.

So to establish themselves in the stock market companies have to give them just that – lots of money in short time. To generate that money they have to reduce expenses such as high-quality materials, haulage and, well, wages and social security contributions.

This explenation certainly is very simplified, I´m not an economics expert and most of my information originates from newspapers, blogs and news shows.
But to me it sounds very convincing because with all information about costs of inefficient employees at hand everyone would come to the conclusion that treating your personnel better is MUCH CHEAPER in the long run. And more effective. It would EARN you money.

But only in the long run…

Ihr habt vermutlich alle von dem Flugzeugabsturz in Frankreich vor ein paar Tagen gehört. Das ist eine echte Tragödie, so viele Menschenleben ausgelöscht, so viele haben geliebte Menschen verloren. Und anscheinend war der Copilot, der aller Wahrscheinlichkeit nach für den Absturz verantwortlich war, ihn absichtlich herbeigeführt hat, ernsthaft psychisch erkrankt und tatsächlich sogar am Unglückstag krankgeschrieben. Diese Geschichte hat Anlass zu vielen Diskussionen über Sicherheit im Cockpit (die wirklich überfällig waren) und zur psychologischen Testung bei Piloten gegeben.

Heute möchte ich aber nicht nur über das Testen der Gesundheit von Piloten sprechen. Klar, psychisch schwer kranke Menschen in Positionen, in denen Menschenleben auf dem Spiel stehen, das ist ein Thema das es wert ist darüber zu sprechen. Mich aber interessiert wie wir diese psychisch schwer Kranken überhaupt in diese Positionen bekommen.

Piloten, so wie auch Chirurgen und andere Personen in hochverantwortungsvollen Jobs haben schreckliche Arbeitszeiten, riesen Mengen an Arbeit, sind oft wenig passend bezahlt und werden noch weniger wertgeschätzt. Und das betrifft nicht nur Menschen in offensichtlich verantwortungsvollen Jobs, Gastronomiebeschäftigte, Reinigungspersonal… es gibt so viele überarbeitete und nicht wertgeschätzte Arbeitnehmer, wirklich, suchts euch aus.

Und das ist nicht nur wirklich bescheiden für diese Arbeitnehmer, es ist ein gesundheitliches Problem, ein monetäres Problem und nicht zuletzt ein Gesellschaftliches.

Überarbeitete und schlecht behandelte Arbeitnehmer neigen dazu krank zu werden, körperlich und psychisch, Fehler zu machen, ihre Freunde und Familien zu vernachlässigen. Es sollte eigentlich für jeden offensichtlich sein, dass das ganz schön teuer ist, für uns als Gesellschaft und für die Betriebe. Krankheiten drücken auf die Sozialkassen, Fehler kosten das Unternehmen Geld und vernachlässigte Kinder haben später vermutlich auch mit der Gesundheit zu kämpfen.

Auf lange Sicht gesehen ist es ökonomischer Blödsinn seine Arbeitnehmer schlecht zu behandeln. Trotzdem passiert es. Und zwar oft.

Wieso?

Seit einigen Jahren müssen wir uns mit einer Wirtschaftskrise rumschlagen, Unternehmen, was sag ich, ganze Länder müssen ums Überleben kämpfen.
Der auffälligste Grund dafür sind Börsenspekulationen. Bei der Börse gehts immer ums JETZT, ein Unternehmen kann innerhalb eines Tages groß werden oder ruiniert sein, ganz egal, ob es tatsächlich Wert generiert oder nicht. Entsprechend ist weitsichtiges Planen für viele Anleger nicht besonders sexy, sie wollen Geld, viel davon und sofort.

Um sich an der Börse behaupten zu können müssen Unternehmen ihnen genau das geben – viel Geld in kurzer Zeit. Um dieses Geld erwirtschaften zu können müssen sie an Ausgaben wie Materialqualität, Transprotkosten und eben Gehältern und Sozialabgaben sparen.

Diese Erklärung ist sicherlich sehr vereinfacht, ich bin kein Ökonomieexperte und der Großteil meiner Information dazu stammt auch nur aus Zeitungen, Blogs und Nachrichtensendungen.
Aber für mich klingt sie schon sehr überzeugend, weil wenn man die Kosten betrachtet, die nicht effizient arbeitendes Personal verursacht, müsste man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass es wesentlich BILLIGER ist, seine Arbeitnehmer gut zu behandeln. Und effizienter. Es BRINGT Geld.

Aber eben nur auf lange Sicht.

Advertisements

5 Gedanken zu “Health and Work and when they don´t go together – Gesundheit im Arbeitsleben, so wichtig und so vernachlässigt

  1. Oh, ein großes Thema. Ich finds wahnsinnig, wie viele Menschen von solchen kopflastigen Krankheiten betroffen sind. Ich selbst hatte auch ein hartes Jahr das ich zum Glück überwunden habe. Aber gerade in meinem Umfeld ist es auffallend, wie viele Menschen (wenn auch nur in Ansätzen) sich mit dieser Art Krankheit befassen. Es wird mit Sicherheit nicht besser in Zukunft. Die Kunst ist es, damit umgehen zu lernen….

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, die Welt wird komplexer, die Stressoren innerhalb und außerhalb des Arbeitsplatzes werden mehr. Eigentlich ganz klar, dass immer mehr Menschen sich damit konfrontiert sehen. Wobei es natürlich auch am wachsenden Bewusstsein für mentale Gesundheit liegt, dass diese Art (zum Teil Selbst-) Diagnosen immer häufiger werden.

      Ich glaube aber auch, dass wachsendes Bewusstsein die Krux dafür ist, dass wir, gesellschaftlich gesehen, dieses Problem irgendwann in den Griff bekommen. Klar, bis zu einem gewissen Grad kann man als Einzelperson damit umgehen lernen, doch wenn die Entwicklung in der Arbeitswelt so weitergeht wird die Möglichkeit Einzelner, es sich sozusagen zu richten, irgendwann an ihre Grenzen stoßen.
      Vor allem im Bereich der empfunden „austauschbaren“ Jobs (nicht meine persönliche Meinung, sondern anscheinend in den Augen von Großkonzernen) wie Kassierer etc. .

      Wir Glücklichen (ich zähl mich mal dazu, wenn auch akut auf Suche) die einen Job machen, der sie emotional erfüllt, müssen hauptsächlich auf die psychische Hygiene aufpassen, sprich sich nicht zu überarbeiten und darauf zu achten, wie gut einem das Arbeitsumfeld tut.

      Diejenigen, die ihren Job einfach nur als Broterwerb ausführen habens da schwerer und grad da wärs wichtig, auf das Arbeitsklima zu achten.

      Ich hoffe wirklich sehr, dass sich das Bewusstsein für psychische (und folglich physische) Gesundheit auf Dauer durchsetzen und zu besseren Arbeitsbedingungen für alle führen wird. Ich hab da leider akut meine Zweifel, aber der Ansatz wär da.

      Gefällt 1 Person

  2. „It should be absolutely obvious to everyone that that costs us, as a society, and companies a real lot of money“
    Ja, sollte es. Es sollte für jedermann offensichtlich sein, aber das Ganze hat einen Haken: die Wahrnehmung. Jeder von uns nimmt nicht mal 1% dessen war, was man als ‚Realität‘ bezeichnen könnte. Und welche >1% wir wahrnehmen hängt von unseren Einstellungen ab (werden auch gerne Glaubenssätze etc. genannt). Mit diesem Thema und diesen Gedanken habe ich im Moment jeden Tag (ohne Übertreibung) zu tun, denn diese Form von Verschleiß von Menschen auf Kosten dieser, des Unternehmens und damit einergehend der davon beeinflussten Wirtschaft hab ich jeden Tag vor Augen. Aber die flächendeckende Bewusstheit dafür ist noch nicht da. Artikel wie Deiner helfen aber dabei 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Das ist natürlich auch ein großer Punkt, der da reinspielt. Keiner kann aus seiner Haut und was er wahrnimmt hängt stark von der persönlichen Situation ab. Unter anderem deswegen hab ich ja diese Börsenthese aufgestellt, weil Leiter von Unternehmen eben oft mehr mit dieser Realität konfrontiert sind als mit der ihrer Arbeitnehmer. Danke, dass du auf diesen Punkt hingewiesen hast, das klärt nochmal besser, wo ich eigentlich mit dem Artikel hinwollte.

      Muss heftig sein, das jeden Tag direkt vor Augen zu haben, wie wahrst du da deinen Abstand, also emotional? Stell ich mir schwierig vor (hab ja unter anderem aufgehört im Kindergarten zu arbeiten, weil es mir schwerfiel den Abstand zu den Problemen der Kinder zu wahren).

      Würde mich freuen, wenn ich den einen oder anderen zum Denken gebracht hab, auch wenn ich fürchte, dass die meisten meiner Leser bereits ein Bewusstsein dafür haben ^^ was ja gut ist, an sich, nur fürs zum denken bringen halt weniger.

      Gefällt mir

      1. Oooooch, egal, was man schon weiß oder zu wissen glaubt, es gibt in jedem Text neue Anstöße, neue Sichtweisen. Egal wie ‚weit‘ wir sind, es bleibt bei unter 1% 😉
        Jaaaaaa, das ist wirklich nicht leicht. Letztes Jahr um diese Zeit war es noch schlimmer. Ich schaue, dass ich gut versorgt bin und dass ich aufpasse, wo meine Verantwortlichkeitsgrenezen sind. Es ist ein sehr schwieriges Thema, über das ich wirklich offen vielleicht erst sprechen kann, wenn es vorbei ist. Aber DASS es vorbei gehen wird ist sicher und das ist vermutlich das Wichtigste. Ich muss aber sagen, ich bin ganz bewusst hierher zurück gegangen, weil es hier noch was zu erledigen / überwinden / bearbeiten / wie auch immer man das nennen will gab. Das ist Teil davon. Es hilft aber wirklich enorm zu wissen, dass es bald vorbei ist, dass es das nicht war, dass es noch anderes gibt. Und zwischendurch muss mal vielleicht auch mal explodieren 😉

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s