Day 21: The eye of infinity – Tag 21: Das Auge der Unendlichkeit

my dads matura project

The exercise: Look at a picture.Think of 15 words about it, write them, and then create a story about it using these words.

I chose my fathers matriculation-project, a painting I have seen so many times in my life, spending hours just looking at it in my dads flat, and now in my own, wondering what the hell was going on in this weird world my father depicted. It was just perfect for this exercise.

Here you have the story I made up:

>> It´s important that the blood is allocated to its right place. If that isn´t important what does consciousness mean anyway.
Because consciousness, he knows, consciousness can only be created in the eye of infinity, and this worlds infinity needs blood, in the right place, at the right time. His blood.

And he has „the eye“ to thank for his consciousness. They all call it that „the eye“ even though it has two eyes, cold, blue, soulless eyes, only meant to find the right place for the blood, the all important blood.
He doesn´t dare to think what would happen if the eye would leave its way, disappear into the infinity, they would all be lost, irretrievably lost.

Not all of them are like him. Every once in a while rumours reach his ear that some, insane as they are, speak of „postapocalyptic world“, claim that there has been more than the infinity once, they talk of trees, animals, houses, children.
Words without any meaning.
And yet sometimes, in the monotony and loneliness of the days, when his thoughts go their own ways, he does ask himself: What if? What if these absurd characters, these renegades are right, what if there could be more than his chamber, where he gives his blood everyday, for the eye, for the infinity?
But no, he cannot let such thoughts fill his mind with distrust, lead his hand to dangerous deeds, the eye is a present, a blessing, without the tireless efforts of the eye chaos would reign, everything would collapse, they would be doomed.

But still, he often feels lonely, abandoned, even though they are all here, tightly packed, devoted to their duty to keep the infinity alive, the most important duty, the only one.

And then today the unthinkable happened. The tube, his vivid connection to infinity, fell off of him and left him behind, alone, cut off from the world.
He tried everything to reconnect with it, rammed it into his arm until he had to give up, covered in blood.

What is he to do now?
Maybe he should go look for them, for the lunatics, the renegades. What does he have left, disconnected, alone in the infinity, than the hope that there could be something more, that there could rise something else again.

Yes, what?<<

Die Übung: Betrachte ein Bild, denk dir 15 Worte dazu aus, schreib sie auf und kreiere eine Geschichte, die diese Worte enthält.

Ich wählte dafür die Maturaarbeit meines Vaters, ein Gemälde, das ich schon so häufig gesehen habe, das ich oft stundenlang betrachtet habe, in der Wohnung meines Vaters und nun auch in meiner eigenen, mich gefragt habe, worum zum Teufel es in dieser seltsamen Welt geht, die mein Vater in seinem Bild geschaffen hat.

Hier also die Geschichte, die ich dazu geschrieben habe:

>>Es ist wichtig, das Blut seinem richtigen Platz zuzuweisen. Wenn das nicht wichtig ist, was bedeutet dann überhaupt Bewusstsein. Denn Bewusstsein, das weiß er, Bewusstsein kann nur im Auge der Unendlichkeit entstehen, und die Unendlichkeit dieser Welt braucht Blut, am richtigen Platz, zur richtigen Zeit. Sein Blut.

Und er verdankt sein Bewusstsein dem „Auge“. Sie alle nennen es so, „das Auge“, obwohl es doch eigentlich zwei hat, blaue, kalte, seelenlose Augen, nur dafür da, den richtigen Platz für das Blut, das alles bedeutende, zu finden.
Nicht auszudenken, wenn das Auge seinen Weg verlassen und in die Unendlichkeit verschwinden würde, sie alle wären verloren, unwiederbringlich verloren.
Nicht alle sind so wie er. Hin und wieder drängen Gerüchte an sein Ohr, dass einige, dem Wahnsinn verfallene, von „postapokalyptischer Welt“ sprechen, behaupten, dass es früher nicht nur die Unendlichkeit gegeben hat, sie sprechen von Bäumen, von Tieren, von Häusern, von Kindern.
Worte ohne jegliche Bedeutung.
Und hin und wieder, wenn die Gedanken in den monotonen, einsamen Tagen ihre eigenen Wege gehen, da stellt auch er sich die Frage: Was wäre wenn? Wenn diese absurden Gestalten, diese Abtrünnigen, doch Recht haben, wenn es etwas anderes geben könnte als seine Kammer, in der er Tag für Tag sein Blut gibt, für das Auge, die Unendlichkeit? Doch nein, er kann nicht zulassen, dass solche Gedanken seinen Geist mit Misstrauen füllen, seine Hand zu gefährlichen Taten verleiten, das Auge ist ein Geschenk, eine Gnade, ohne die unermüdlichen Bemühungen des Auges würde das Chaos herrschen, alles in sich zusammen fallen, es wäre der Untergang für sie.

Dennoch, oft fühlt er sich einsam, fühlt sich verlassen, obwohl sie doch alle hier sind, dicht an dicht gedrängt, ergeben in der Aufgabe, die Unendlichkeit der Welt am Leben zu erhalten, die wichtigste Aufgabe, die einzige.

Und heute ist das Undenkbare geschehen. Der Schlauch, seine lebendige Verbindung zur Unendlichkeit, fiel ab von ihm und ließ ihn zurück, alleine, abgeschnitten von der Welt.
Er hat alles versucht, um sich wieder mit ihm zu verbinden, ihn in seinen Arm gerammt, bis er blutüberströmt aufgeben musste.

Was soll er jetzt bloß tun?
Vielleicht sollte er sie suchen, die wahnsinnigen, abtrünnigen. Was bleibt ihm sonst, ohne Verbindung, allein in der Unendlichkeit, als die Hoffnung, dass da doch etwas anderes sein könnte, wieder entstehen könnte.

Ja, was nur?<<

Advertisements

4 Gedanken zu “Day 21: The eye of infinity – Tag 21: Das Auge der Unendlichkeit

  1. Mensch, Mädchen, klingt jetzt bestimmt furchtbar kitschig, aber deine Arbeit hier zu beobachten, ich hatte einfach plötzlich dieses Bild im Kopf, ist wie wenn man in Zeitraffer eine Blüte beim Aufgehen beobachten kann. Danke für dieses Kopfkino. ich bin wirklich, wirklich beeindruckt, vor allem von deiner kreativen Vielseitigkeit!!!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s