Für gemeinsame Emanzipation – Das Recht zu sein, wie wir sind

poster for equality of the sexes; title: for the right to be who we are; several male and female peoples faces mixed up to make one face

WIR ALLE SIND MENSCHEN – BENEHMEN WIR UNS AUCH SO

Feminismus ist wichtig. Gar keine Frage. Emanzipation genauso, wenn nicht gar mehr.
Jahrhundertelang wurden Frauen (und andere Teile der Gesellschaft) unterdrückt und ihnen einige der grundlegendsten Menschenrechte vorenthalten. In vielen Ländern läuft das immer noch so und selbst in der ach so zivilisierten westlichen Welt verdienen Frauen immer noch weniger für die gleiche Arbeitsleistung, sie haben schlechtere Chancen auf Führungspositionen und werden sexuell bedrängt.

Also ja, Feminismus ist wichtig, sehr sogar. Aber einige Subgruppierungen des Feminismus haben ihm einen schlechten Dienst erwiesen, indem sie Männer generell dämonisieren. Männer, sagen sie, sind alle gleich, unemphatisch, machthungrig, komplett respektlos gegenüber Frauen und sexgetriebene Untiere.

Ich denke die meisten von uns wissen mittlerweile, dass das genausosehr Blödsinn ist wie zu sagen, dass jede Frau weichherzig, einfühlsam und ein Bisschen dämlich ist.

Wir sind alle einfach Menschen, niemand ist genau wie ein anderer und wir alle haben unsere kleinen Eigenheiten, Männchen wie Weibchen.

WIR HABEN´S WEIT GEBRACHT

Die Emanzipation der Frau, auch wenn sie natürlich noch nicht am Ende ist, hat viel erreicht.
Und wir alle, Männer wie Frauen, mussten/müssen uns an eine neue Welt gewöhnen und, vor allem, an ein neues Bild der Geschlechter und wie sie uns als Menschen und unser Verhalten tatsächlich beeinflussen.

Lasst uns also einen Schritt weitergehen: Vielleicht sind Geschlechtsidentitäten gar nicht so sehr davon bestimmt, mit welchen physischen Merkmalen man auf die Welt kommt. Vielleicht bewegen sie sich vielmehr in einem Spektrum so genannter „männlicher“ und „weiblicher“ Charakteristiken, die wir alle bis zu einem gewissen Grad haben.

Die mediale Aufmerksamkeit, die die Transgender Debatte momentan erhält, könnte in meinen Augen etwas sehr gutes bewirken. Sie könnte der Anstoß für uns sein, uns mal generell über Geschlechtsidentität an sich Gedanken zu machen

Und hier geht es bei weitem nicht nur um Menschen, die in einen Körper geboren wurden, der ihrer Geschlechtsidentität widerspricht. Ich zum Beispiel, ich habe mich nie so richtig als „weiblich“ identifizieren können, als „männlich“ habe ich mich aber auch nie wirklich gefühlt. Ich liege irgendwo dazwischen, und vielen anderen geht es genauso.

Sollte uns das nicht motivieren die Geschlechtsstereotypen über Bord zu werfen und anzufangen uns auf das zu konzentrieren, was für uns alle, männlich, weiblich und sonstwie, wirklich wichtig ist:
Für das Recht zu kämpfen, zu sein wie wir sind, akzeptiert zu werden unabhängig von unserem Geschlecht, unserer Hautfarbe, Behinderungen, Kleidungsstil, Einkommen…

ES IST KEIN KRIEG – ES IST EINE REVOLUTION

Natürlich wird all das nicht von heute auf morgen möglich sein und es gibt noch viele Schlachten auszufechten. Viele Männer denken immer noch, dass Frauen keine Führungseigenschaften besitzen. Viele Frauen denken immer noch, dass Männer prinzipiell sexgetriebene Untiere sind.

Aber ich glaube wir müssen dagegen gemeinsam kämpfen, männlich, weiblich, Hermaphroditen, transgender, Hetero-, Homo- und Bisexuelle.

Ich glaube, dass es für eine Frau O.K. sein sollte, wenn sie sich wünscht bei den Kindern zuhause zu bleiben und sich um den Haushalt zu kümmern.
Ich glaube, dass es für Männer O.K. sein sollte, „männlich“ sein zu wollen und Karriere zu machen.
Ich glaube, dass es in Ordnung sein sollte, wenn ein Mann seine feminine Seiten zeigen will und deswegen Röcke anzieht (die übrigens sehr sexy an Männern aussehen können 😉 ) und Make-Up aufträgt.
Ich glaube es sollte kein Problem sein, wenn einer Frau ihr Aussehen nicht so wichtig ist.

Und wenn wir nicht anfangen gemeinsam daran zu arbeiten statt gegeneinander zu kämpfen glaube ich nicht, dass wir dieses Ziel, einfach so sein zu können, wie wir sind, je erreichen werden.

P.S. an meine deutschen Leser: Verzeiht bitte, dass die deutsche Übersetzung des Beitrags erst heute online gegangen ist, ich hab gestern so oder so bis halb 12 gearbeitet und irgendwann muss ich auch mal schlafen ^^.

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MUA: Max
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North man

thank you all for your beautiful artwork 🙂

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2 Gedanken zu “Für gemeinsame Emanzipation – Das Recht zu sein, wie wir sind

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