The Blue Shine – Der blaue Schein

people with TV-Sets and Computers for heads minimalistic illustration

So, what does it mean?

Yes, I´m asking for interpretations… Again ^^

But it is just so interesting what people see in my work when it is taken out of context (like a blog post text explaining what I intended ^^).
Of course I have something specific in mind when I draw these, a message, but what the viewer will actually see in it may completely differ.

Also, was bedeutet es?

Ja, ich bitte um Interpretationen… Schon wieder ^^

Aber es ist einfach so interessant was die Leute in meinen Arbeiten sehen, wenn sie aus dem Kontext genommen werden (wie zum Beispiel einen Blogpost Text, der erklärt, was ich im Sinn hatte ^^).
Natürlich denke ich mir schon was spezifisches beim Kreieren diesen Zeichnungen, eine Aussage, aber was dann am Ende beim Betrachter ankommt kann was ganz anderes sein.

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29 Gedanken zu “The Blue Shine – Der blaue Schein

  1. Also erstmal wieder (wie immer) ein ganz großes Lob und Respekt vor Deinem kreativen Teil im Gehirn… Unglaublich was Du immer aus dem „Hut“ zauberst… Und ja, ich denke es ist tatsächlich die Generation digital. Und ich glaube ich hab jede durchlebt! Meine Generation wird die letzte sein die das behaupten kann 😉

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    1. Merci merci 🙂 also an sich ist es nicht wirklich auf eine spezifische Generation bezogen (das betrifft ja jung und alt genauso) aber Bedeutungsmäßig kommts wohl aufs gleiche raus. Die letzten zwei Sätze versteh ich nicht, wie ich zu meiner Schande gestehen muss ^^

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  2. Das finde ich total spannend – es gibt ja unzählige Interpretationsmöglichkeiten, die sich (d. h. einander) nicht unbedingt ausschließen müssen. Beispielsweise:

    1. Die Menschen verlassen sich schon seit Generationen auf die Medien, statt ihren eigenen Kopf zu benutzen. Die Inhalte sind gar nicht wesentlich – Man bekommt ein paar Schlagworte um die Ohren und kann irgendwie mitpapageien (Und mit einer eigenen Meinung würde man eh nur anecken).

    2. Die Figur schaut irgendwie männlich aus. Damit könnte angedeutet werden wollen, dass Männer doch nicht nur Sex im Kopf haben (Allerdings gibt es Technik-Freaks, die ein geradezu erotisches Verhältnis zu ihren Spielzeugen haben).

    3. Oder mit Bezug zum Blue Shine. Im Dänischen verwendet man den Ausdruck ‚blålys‘ wenn etwas zwar viel versprechend aussieht, aber nicht viel dahinter steckt. In diesem Sinne: Man verspricht sich zwar viel von der technologischen Entwicklung, aber alles bleibt genau gleich inhaltsleer (interessant, dass auf den Bildschirmen nämlich nur bläuliches Licht zu sehen ist). Oder wie Unni Wilhelmsen das in einem Song formuliert hat: Same old shit – only new wrapping.

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    1. Ui, gleich drei Interpretationen, danke 🙂
      Find alle 3 sehr interessant (nur mit zwei kann ich witzigerweise am wenigsten anfangen)

      zu eins: ja, das stimmt zum Teil leider wirklich, zwar gibt es in jedem Medium (v.a. natürlich im Netz) Möglichkeiten sich fundiert meinungsbildend auszutauschen, diese werden aber oft zu wenig genutzt, oberflächliche Inhalte werden (aus durchaus logischen Gründen) für gewöhnlich bevorzugt.

      Zu zwei: Das ist mal ne interessante Info 🙂 ich verwende den Ausdruck ja häufig mit meiner ganz eigenen Definition ^^ (die sich aber gut mit der dänischen Variante vereinen lässt) ist auf jeden Fall auch ein Aspekt, das mit der Verpackung und dem Inhalt. Würd ich zwar auch nicht verallgemeinern, aber so einiges, was so in TV und Netz geboten wird ist ja tatsächlich Schrott.

      Zu zwei – tatsächlich gehör ich ja nicht zu den Menschen, die denken Männer hätten immer nur das Eine im Kopf (wenn auch einen guten Teil der Zeit, hab ich mir männlicherseits sagen lassen) aber den Pornoaspekt kann man da durchaus drin sehen, war allerdings kein Gedanke, den ich bei der Kreation hatte ^^.

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      1. Merci für das ausführliche Feedback. 🙂 Hier noch kurz (?) eine Rück-Rückmeldung:

        1. Die elektronischen Medien lassen sich durchaus sehr konstruktiv nutzen. Die Möglichkeiten haben sich allerdings in den vergangenen Jahrzehnten vervielfacht – nur kommt halt irgendwie oft nicht so furchtbar viel dabei heraus. D. h. die positiven Resultate hinken stark hinter der technischen Entwicklung her. Man kann’s aber auch positiv sehen: Da haben wir noch Potenzial. 🙂

        2. War eher so ein ‚en passant’ Gedanke. Weil es eben dieses Vorurteil ‚nur Sex im Kopf’ gibt (was natürlich in seiner Ausschließlichkeit eh nicht stimmt). Mir ging es hier allerdings nicht um einen Pornoaspekt, sondern um die Austauschbarkeit des Gegenstandes. Statt Sex könnten es eben genau so gut elektronische Geräte sein (wie in der Zeichnung) oder Fußball, oder Autos, etc. (aber eben: es ist eh nie ’nur‘)

        3. Ich finde es ja nicht grundsätzlich falsch, wenn jemand hin und wieder mit möglichst sinnfreier Unterhaltung einfach entspannen will. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass die ganze Technik zu einem überwiegenden Teil nur einem Ziel dient: Die Zeit totzuschlagen. Dass die überhaupt noch lebt ist ein reines Wunder. 😉
        Allerdings gebe ich zu, dass dieses ‚Zeit totschlagen’ nur ein äußerer Eindruck ist. Nicht auszuschließen, dass viel Arroganz und Selbstgerechtigkeit dahinter steckt, wenn man sagt ‚der oder die schlägt nur die Zeit tot.’ Vielleicht ist es auch eine Suche – eine bisher unerfüllte Sehnsucht. So in dem Stil: https://youtu.be/qd7G-szdeEM

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      2. Büdde 🙂 dann hier noch eine Rück-Rück-Rückmeldung von mir ^^ (wenn wir das noch eine Weile weiterspielen kommt der wirkliche Inhalt frühestens ab Zeile 3^^):
        1. Ist das an sich nicht immer so, etwas Neues wird auf die breite Öffentlichkeit losgelassen und was daraus gemacht wird ist, zu nem großen Teil, Mist, aber dazwischen finden sich doch gar nicht so wenige Perlen. Was das Netz und online Video betrifft zum Beispiel: Zwischen all den Katzen- Baby- und versauten Videos gibt es auch Platz für sowas: https://www.ted.com/ dort wurde ich schon so x- und y-fach inspiriert, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Komplexe, wichtige Themen werden dort Profis wie Laien humoristisch und einfach nahegebracht. Oder WordPress, ich liebe die Diskussionen, die sich oft in der Kommentarsektion entfalten, die haben mich schon oft zum Nachdenken und reflektieren gebracht. So gesehen – ja, da ist viel Potential und ich hoffe, dass es in Zukunft mehr und mehr genutzt werden wird.

        2. (Und 3.) Beim Suchtaspekt kann ich nur zustimmen, vor allem da mir weder TV noch Internetsucht allzu fremd sind. Die Glotze bleibt hier zum Glück mittlerweile fast gänzlich aus, was das Netz betrifft muss ich meine Mitte noch finden (vor allem weil meine Arbeit zu 70 Prpzent damit zu tun hat ^^).
        Was Sucht jedenfalls immer ist ist eine Flucht vor etwas (für gewöhnlich sich selbst) und ein Ersatz für das, wovor man flüchtet. Das Leben ist kompliziert und voller Hürden und Rückschläge und da kann es jedem mal passieren, dass es ihm zu viel wird. Dann flüchtet man eben ein Bisschen und das ist auch O.K.
        Aber wenn das Flüchten zur Gewohnheit wird entsteht Sucht, und die schlägt einem dann eigentlich die Zeit tot ^^ .
        Und TV und Netz haben eben wahnsinnig viel Suchtpotential, immer erreichbar, dauernd wird was geboten, der Wettlauf um Shares und Likes kann genauso zur Sucht werden wie die künstlichen, so einfach zu handhabenden Leben und Welten in der Glotze.

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      3. Grandioses Gespräch! Mir fiel als erstes der fehlende Kopf. Meine Hauptinterpretation wäre deshalb die fehlende Nutzung des Denkens / gesunden Menschenverstandes und das sich das durchzieht seit es Fernseher gibt. Mit dem blauen Licht konnte ich erstmal gar nix anfangen. Mir war der Ausdruck bisher nicht begegnet.

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      4. Auch eine gute Interpretation und auch stimmig (wobei das fehlende Nutzen des Denkapparates sicherlich auch vor dem Fernsehen praktiziert wurde ^^) Also das mit dem dänischen Wort war mir ja nicht bewusst vorher ^^ „the blue shine“ wiederum ist ein Begriff, den ich für mich erfunden hab (weiß nicht, obs den in ähnlicher Bedeutung schon so gibt) er bezieht sich im Endeffekt darauf, wie in dunkler Umgebung die Gesichter von Menschen aussehen, die auf ihr Smartphone/ Tablet/ die Glotze schauen: Mit einem blauen Schimmer und abwesend. Und Blau ist ja auch die Farbe des distanzierten, kalten, technischen, deswegen find ich, dass das eigentlich gut passt zum Entfremdungsfaktor.

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      5. Hei igjen. 🙂 Beim Rück…Spiel muss ich ab jetzt wohl passen. Bis drei zählen liegt noch mit knapper Not drin. Aber dann…

        Das mit den Perlen stimmt schon. Man kann wirklich viel Talent im Netz entdecken (ist halt nur manchmal irgendwie so: Eine Tonne Beifang für drei Makrelen auf dem Teller). Und da erkenne ich auch eine ganz tolle Großzügigkeit. Es gibt ja doch recht viele Menschen, die fantastische Sachen (Musik, Bilder, Texte) frei zur Verfügung stellen. Ohne Honorar und selbst wenn sie dafür nicht tausendfach geliked werden.
        Darin sehe ich auch eine Pointe der Blue Shine Zeichnung. Dass man sich eben die entscheidende Frage stellt: Gibt’s da echte Inhalte auf meinem Bildschirm (und in meinem Kopf) oder ist da nur leeres Geflimmer (womit wir wieder beim blålys wären)?

        Zum Sucht(Flucht)aspekt passt (für mich) irgendwie das KatzeMausBild des vorherigen Beitrags. Die furchtsameren Persönlichkeitsanteile (Mäuse) flüchten vor den als bedrohlich und unberechenbar empfundenen Seiten des Ich (Katzen). Nach dem Motto: Bloß weg – da ist jeder Käse recht. 🙂

        Beim Internet ist’s echt schwierig, einem Suchtverhalten auf die Spur zu kommen. Man kann das ja nicht quantifizieren und sagen ‚ab soundsoviel Stunden wird’s kritisch’. Eben weil man auch damit arbeitet. Es gibt immer wieder einen guten Grund zum Surfen. Und das kann dann auch wieder eine Ausrede sein. Shaize. ☹

        Danke für den Hinweis auf ‚Ted komm’ – ich kannte diese Plattform nicht. Ich habe mir zwar erst einen Beitrag reingezogen. Dürfte aber kaum der Letzte gewesen sein.

        Der letzte Satz in deinem Kommentar erinnert mich übrigens an einen Text von 1978.
        „Ich kann mich gar nicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier!“ https://youtu.be/SfPQB-mtQDY

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      6. Man muss es ja auch nicht übertreiben ^^

        Ja, creative commons, gnu, open source etc… was mich damals, als Teeny, am meisten am Netz faszinierte war dieses ganze gratis Zeug ^^ Heute verteil ich selbst gerne dieses gratis zeug…

        Das stimmt allerdings, dass Internetsucht (die ja an sich nicht immer Sucht nach dem Internet ist sondern oft eher nach spezifischen Angeboten) schwer festzustellen ist. Ich denke, wenn gewisse Angebote weit über das hinweggehend genutzt werden, wofür sie benötigt werden und dann im Zweifelsfall noch „weil der Alltag so nervt“ hat man wohl zumindest nen Hinweis.

        Das Katzenbild kann man so auch interpretieren, stimmt, ist mir gar nicht gekommen, die Idee, aber es passt eigentlich sehr gut :-).

        Büdde ^^ ich geb immer gern TED weiter, ich glaub das kann man gar nicht genug verbreiten *gg* hab jedenfalls auch Zweifel, dass es bei einem Video bleibt ^^

        Hihi, meine fast Namensvetterin ^^ ich glaub die CD hab ich sogar hier irgendwo rumfliegen. Das Lied passt jedenfalls super ^^ stimmt

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      7. Pst! Ich schon wieder. 🙂 Meistens finde ich das ja eher plump mit diesen Anspielungen auf Namensähnlichkeiten. Aber der Nina Hagen Song passt eben wirklich zum Thema wie die Hand in den Handschuh. Verblüffend ist dabei, dass der Song sich nur aufs Fernsehen bezieht (1978 war ja noch nix mit Internet) und es damals vergleichsweise wenig verfügbare TV-Kanäle gab. Dennoch diese Aussage „Ich kann mich gar nicht entscheiden…“ Genau das scheint mir aber ein wesentlicher Punkt zu sein. Eine Stunde mehr oder weniger im Netz ist möglicherweise gar nicht so wichtig. Entscheidend ist eher die Frage: Was will ich da überhaupt? Ohne eine schlaue Antwort auf diese Frage sind wir ja nur wie Treibgut in einem Meer von Auswahlmöglichkeiten.

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      8. Wenns so gut passt wärs doch eine Verschwendung, es nicht anzubringen 😉
        Und das Lied passt ja mehr als gut.

        Da hast du sicher nicht Unrecht, es macht einen großen Unterschied, ob man sich gezielt im Netz bewegt oder einfach nur auf der Suche nach Ablenkung ist. Heute nutze ich das Netz fast nur beruflich (der Blog hier fällt dann in die Kategorie halb-beruflich ^^) als Teeny wiederum wars fast reine Ablenkungssuche, den Unterschied merk ich sehr. Heute bleib ich zum Beispiel gern mal ein zwei Tage analog, um mich zu erholen…

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