Nächtlicher Besuch – W.I.P.

Als ich gerade so noch ein Teenager war und bei meiner Mutter in ihrem kleinen Hexenhäuschen wohnte, bekam ich eines Nachts sehr seltsamen nächtlichen Besuch. Es war eine dieser Nächte, die ich mit Dauer- Chatten verbrachte, alle Lichter an und, weil Hochsommer war, sämtliche Fenster und Türen geöffnet.

Das muss für meinen nächtlichen Besucher sehr einladend gewirkt haben, denn bar jeder Hoffnung auf Futter entschied er sich für meine kleine, chaotische Teenagerhöhle als Nachtlager.

Da war ich also, unterhielt mich mit Freunden, die ich noch nie zu Gesicht bekommen hatte, vollkommen gefesselt vom flouresziernden Licht meines Monitors, als ich aus dem Augenwinkel etwas in meinem Zimmer rumflattern sah.

Erschrocken drehte ich mich um, auf der Suche nach diesem seltsamen Flattertier, und dort, an meiner hölzernen Zimmerdecke, saß der gewaltigste Nachtfalter, den ich je in meinem Leben gesehen hatte. Er war blendend weiß und so groß wie eine Teetasse, sogar mit Fell! Einen kurzen Moment überlegte ich, ob es sich um ein eigenartiges Säugetier oder gar ein Alien handeln könnte, jedenfalls war ich gleichsam fasziniert wie erschrocken über seinen Anblick.

motheditedcc
Original Image by TampAGS under creative commons attribution-sharealike 3.0 license. Feel free to use the image I created the same way.

Was zum Teufel konnte das nur sein? Es sah aus wie ein Nachtfalter, aber wurden die überhaupt so groß? Die, die ich kannte, waren klein und grau und definitiv nicht dermaßen haarig.

So oder so war ich nicht speziell glücklich über ein gewaltiges Insekt in meinem Zimmer (es könnte mich ja beißen, oder so… ich hatte keine Ahnung von Nachtfaltern), entsprechend schien es mir nötig einen Weg zu finden, ihn loszuwerden.

Fortsetzung folgt…

Den Rest der Geschichte, die mich unter anderem dazu inspiriert hat, meine Aufmerksamkeit der Welt der Nachtfalter und sonstiger Krabbelviecher zuzuwenden, erfahrt ihr, wenn mein Gemälde fertig ist.

Bis dahin wünsch ich euch viel Spaß mit meinem Work In Progress Post:

Nach einiger Recherche fand ich nun endlich heraus, um welche Art Untier (bzw. Nachtfalter) es sich gehandelt haben könnte: Einen schmalflügligen Fleckleibbär

Mein Gemälde plane ich einerseits minimalistisch, andererseits wirkungsvoll zu gestalten (und wenns was wird häng ichs in unserer Wohnung auf, das mach ich so gut wie nie). Entsprechend habe ich mich entschieden, für den Hintergrund ein schlichtes, lose von Pityeja histrionaria, einem Mitglied der Spannerfamilie (Nachtfalter, selbstverständlich 😉 ) inspiriertes geometrisches Design zu wählen.

sketch-explained

Was mich damals am meisten beeindruckt hat war, wie kontraststark der Falter sich von der dunklen Zimmerdecke abhob, das Bild hab ich heute noch glasklar im Kopf. Entsprechend werde ich für mein Gemälde mit kräftigen Farben und Weißraum arbeiten.

stenciled
Canvas with stencil
withstencil
Weißraum Vorbereitung

Übrigens hab ich jetzt auch ein Instagram ^^. Also wenn ihr Behind The Scenes Extras und andere witzige Sachen mögt, schaut doch mal rein.

Und als kleinen Vorgeschmack gibts hier nun ein ganz besonderes Nachtfalter- Extra:

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9 Gedanken zu “Nächtlicher Besuch – W.I.P.

  1. Schöner Vorgeschmack! Und als Nachgeschmack noch ein alter Fender Precision im Hintergrund. 🙂
    Solche nächtlichen Besuche können ganz spannend sein, weil man eben „neue Gesichter“ kennen lernt. Ich hatte auch schon einen Ligusterschwärmer in der Wohnung. Ein Riesenteil, das ordentlich Lärm macht. Aber wunderschön. Allerdings bin ich nachts auch schon aufgewacht mit einem Heupferd im Pyjama. Da hört der Spaß dann doch irgendwie auf. 😉

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    1. Haben wir mal ner Freundin günstig abgekauft (den Fender natürlich, nicht den Falter) Hatte auch letztlich wieder so einen Besucher, allerdings in klein. War aber auch spannend, weil er nämlich sehr doof war und sich ins nasse Waschbecken gestürzt hat, da klebte er dann mit den Flügeln fest und ich musste ihm den Finger reichen. Gosh die Viecher vibrieren heftig, wenn sie sich trocknen o.O wie ein Mini Rasierapparat!
      Und vorgestern hab ich ihn dann rausgelassen, nachdem er sich auf meinen schlafenden Ehemann gesetzt hatte (was ich für eine weniger Überlebensfördernde Idee von ihm hielt).
      Ja, weniger nette Begegnungen hatte ich auch schon, ich bin ja an sich ein Spinnen per Glas Raustrager, aber wenn so ein Vieh mit Höchsttempo auf mich zugelaufen kommt sind meine Reflexe schneller als meine Tierliebe. Wenn ich mir vorstell, so im Pyjama… muss ich nicht haben ^^

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      1. Hæ?! Ein Falter von Fender? Ach, so. Jetzt – beim 134. Durchlesen – habe ich verstanden. [So viel zum Thema sehr doof] 😉
        Apropos Musikinstrument: kennst du diese Firma hier? lunaguitars.com
        Die machen aberwitzig schöne Instrumente. Und viele schöne Details – wie z.B. die Inlays im Griffbrett.
        Diese „Zufallsbekanntschaften“ sind ja oft zweischneidig. Oft ist es eine gute Gelegenheit, die Biester näher zu beobachten. Aber manches ist auch eher unangenehm. Da fällt mir grad eine schöne Stelle in einem Björk-Video ein: [https://youtu.be/36Srr08PN_Y]

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      2. Luna bietet ein breit gefächertes Angebot, das ständig erneuert wird. Da sich auch von den „ausgelaufenen“ Modellen sicher etliche auf dem Secondhand-Markt befinden, dürfte die insgesamt verfügbare Modell-Bandbreite riesig sein.
        Tja, die Mücken – da will mir die herzlich-zärtliche Zuneigung auch nie so recht gelingen. 😉

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