To Wrap It Up… Kurz und Schmerzlos

torajan burial rites family portrait

Mai has not been a very good month for me, blogwise, so I´m now going to wrap it up for good (mai, not the blog).

Picture number is an interpretation of the toraja burial rites, I would have liked to write an article about this, as it is really interesting and would present an opportunity to discuss our cultural approach to death, but I don´t have the nerves or the time to do that much research and writing at the moment. So this (very watchworthy) TED video will have to do:

Der Mai war für mich, blogtechnisch, kein besonders guter Monat, entsprechend bring ich ihn nun kurz und schmerzlos zum Abschluss.

Bild Nummer 1 ist meine Interpretation der Bestattungsrituale der Toraja, ich hätte sehr gerne einen ausufernden Artikel dazu geschrieben, weil ich sie wirklich hochinteressant finde und das Thema zum Nachdenken über unsere kulturelle Einstellung zum Tod anregt, aber ich habe momentan weder Nerven noch Zeit für die Recherche und das Schreiben. Also muss dieses (übrigens sehr sehenswerte) TED Video wohl reichen:

Another subject I didn´t get round to write about was ghosts and revenants, and I really LOVE that subject (as a fan of bad horror movies I´m bound to…). At least here is the photoshop-experiment I did:

Noch ein Thema, für das mir diesmal keine Zeit blieb: Geister und Wiedergänger. Dabei liebe ich dieses Thema (als Fan schlechter Horror-filme ist das fast obligatorisch). Aber wenigstens gibts nun hier die Photoshop-Spielerei dazu:

find the ghost
can you find the ghost? und, Geist gefunden?
polaroid frame: fuzzimo
Background: texturecrate
writing: photoshop-stock on deviantart
postcard: enviro

And the last subject I got to say nothing about was „dias de los muertos“, a wonderful tradition in Mexico, where people celebrate the lifes of their deceased ones WITH THEM in form of altars with pictures, their favourite food and drink etc.
But as I´m going to make a larger project on that base you may well get to read more about it in a while ^^.

Das letzte Thema, zu dem ich weitgehend stumm blieb, ist „dias de los muertos“, eine wundervolle Tradition, bei der die Hinterbliebenen einmal im Jahr mit ihren Toten gemeinsam (die Toten sind in Form von Altären mit Bildern, Lieblingsgetränken etc. vertreten) feiern und tanzen.
Aber da ich dazu noch ein größeres Projekt in Planung habe werdet ihr vielleicht im Laufe der Zeit doch noch etwas mehr darüber zu lesen bekommen ^^.

dias de los muertos

Yes, that could have gone better…
But, new month, new luck 🙂

Jup, es hätte besser laufen können…
Aber – neuer Monat, neues Glück 🙂

Advertisements

Die Ruhe danach oder „Was machen wir jetzt mit der Leiche?“

resting

Es hat gedauert… es hat sogar ganz schön lang gedauert. Ich muss zugeben, ich habe die 3 Tage Regel gebrochen.
Ich hab sie gebrochen, bin ein Bisschen darauf rumgetrampelt, hab die Reste abgefackelt und die Asche über die sieben Weltmeere verstreut.

Mein Bild zum Thema „Bestattungsmethoden und -rituale“ brauchte bis zur Vervollständigung mehr als 2 Wochen, und selbst dabei musste ich mich zwingen es endlich ZU ENDE ZU BRINGEN und nicht weiter daran rumzufriemeln.
Aber ich hatte eine Vorstellung im Kopf, eine spezifische, und die wollte unbedingt raus. Ich hoffe euch gefällts und es war die ganze Warterei und der Brocken an Aufwand, den ich darin investiert habe, auch wirklich wert.

Übrigens ist das das ALLERERSTE Bild, das ich ausschließlich per Tablet mit dem Infinite Painter gestaltet habe. Eine nette App, hat ihre Macken, aber solange Adobe seine Apps rein für Apple produziert -.- haben wir Androidheads wenigstens eine gute und funktionable Alternative :).

Aber um zum Thema zu kommen – plump gesagt: „Was machen wir bloß mit der Leiche?“

Das ist vermutlich die Frage (aber ich stelle hier nur meine persönliche Hypothese auf) die unsere Vorfahren bewog überhaupt mit dieser ganzen Bestatterei anzufangen.
Der tote Körper eines Menschen (und natürlich auch jedes anderen Lebewesens) produziert nicht allzu wohlriechende Gase und es ist ganz allgemein nicht sonderlich hygienisch eine Leiche einfach so in der Gegend rumliegen zu lassen.
Unsere Vorfahren fanden vermutlich schon recht früh heraus, dass die Anzahl der Todesfälle im Stamm deutlich sank, wenn sie ihr alltäglichles Leben nicht unbedingt direkt neben den Toten verbrachten.

Wobei natürlich stark zu bezweifeln sein darf, dass sie solch wissenschaftliche Beweggründe wie Hygiene im Sinn hatten, lernten sie doch aus dieser Erfahrung und entwickelten Methoden, die effizienter waren, als immer ein Stück weiterzuziehen, wenn einer von ihnen starb (was ja zu der Zeit, wo moderne Medizin noch Jahrtausende in der Zukunft lag und Raubtiere wie zum Beispiel Löwen eher selten hinter Zäunen in Tierparks weilten, doch recht häufig vorkam).

We found human remains in the lava tubes of Kona
(c) by Steve Jurvetson published under cc attribution license

Und da kam die Religion ins Spiel. Für unseren durchschnittlichen Höhlenmann (bzw. -frau) war der Tod ein großes Mysterium, an einem Tag ist dein Nachbar, deine Frau, dein Großvater… noch lebendig und… naja, vielleicht nicht gesund, aber zumindest atmend und in vielen Fällen stöhnend, am nächsten ist er/ sie kalt und starr und macht überhaupt nicht mehr viel.

Wo ist die Person, mit der du zumindest einen Teil deines Lebens verbracht hast, hin?

Da sich der Tod in weitere große Mysterien einreiht wie eine blendend helle Scheibe, die morgens erscheint und abends wieder verschwindet, Stürme bei denen grelle Lichtblitze aus dem Himmel schießen und Geräusche ertönen wie das Gröhlen eines Monsters, das die ganze Welt verschlingen könnte, war klar, hinter dieser „Sterben- Sache“ muss noch mehr stecken.

Die Essenz der Person, die wir kannten, muss irgendwo hingehen, sie kann doch nicht einfach verschwinden, und wer ist besser geeignet, sich dessen anzunehmen, als Götter (ich inkludiere hier auch mal Naturreligionen und verwende den Begriff „Gott“ als Überbegriff für höhere Mächte, alle Religionen hier einzeln zu behandeln würde aus einem Post einen Roman machen).

Entsprechend wurden, je nach Glaubensrichtungen, die in den entsprechenden Regionen verbreitet waren, unterschiedlichste Methoden und Riten rund um den Umgang mit toten Köpern entwickelt, die einerseits für deren Beseitigung und andererseits zur Ehrung oder Schändung (ja nachdem ob Freund oder Feind) des Geistes der entsprechenden Person praktiziert wurden.

Burial Arrangement
(c) by Artotem published under cc attribution license

Manche gruben Gräber, andere verbrannten ihre Toten, wieder andere bauten sogar Hügel auf, in denen die Leichname ihre letzte Ruhe im Sitzen verbrachten, und natürlich entwickelten all diese Riten und Gebräuche sich weiter und führten sogar zu Monumenten wie den Pyramiden.

Zusammenfassend kann man sagen: Bestattungsmethoden sind sehr faszinierend und ermöglichen einen Einblick in den Glauben und die Einstellung zum Tod und zum Leben in unterschiedlichsten Kulturen, aber eines haben sie alle gemein: Sie sind eine Art mit dem Verlust (im Schlechten wie im Guten) einer Person umzugehen und auch mit der eigenen Sterblichkeit.

Weitere Informationen zu dem Thema findet ihr unter anderem hier:
thefuneralsource.orgTED funeral traditions10 extraordinary burial methods from around the world

Resting or Where The Hell Should The Carcass Go?

resting

It took a while… a long while. I have to admit I totally broke the 3 day rule.
I broke it, then jumped on it a bit, set it on fire and spread its ashes over the seven seas.

This picture for the subject „burial methodes and rites“ was done in more than 2 weeks and I kind of had to force myself to END IT and stop tinkering. But I had something in mind, something specific, and it wanted out. I really hope you like it and it was worth the wait and that whole chunk of effort I invested in it.

By the way: This is the first EVER digital painting I did solely with the aid of my tablet with Infinite Painter. Nice program, still has its problems, but as long as Adobe produces its apps solely for Apple -.- we androidheads have a good and working alternative ^^.

But now to our subject, bluntly put: What shall we do with the carcass?

Which is probably the question (though I´m hypothesizing here) that motivated our ancestors to come up with all those burial rites in the first place. The dead body of a human being (or any beeing, for that matter) releases not so pleasant smelling gases and having it lying around is anything but hygnienic. Our ancestors probably found out at quite an early stage that not living in the direct proximity of their deceased lowered the death count in their tribe quite a bit.

Though it is quite questionable that they had such scientific considerations in mind they nevertheless acted on that experience and found ways to get rid of the remains of their loved ones in more efficient ways than moving a bit every time one of them died (this beeing quite a common event when modern medicine was literally thousands of years away and predators such as lions seldomly kept behind solid fences in recreation grounds).

We found human remains in the lava tubes of Kona
(c) by Steve Jurvetson published under cc attribution license

And that´s where religion comes in. To our common cave man (and -woman) death was a huge mystery, one day your neighbour, wife, grandad, whatever, was alive and… probably not well but at least breathing and, in many cases, groaning, the next he/ she is cold as ice and not doing anything much at all.

Where is the person you spent at least part of your life with now?

As this lines up with many other great mysteries like a glowing disk coming up every day and setting every evening, big thunderstorms with blinding lights in the sky and growling noises that sound like coming from some huge monster ready to devour the whole world, it was obvious that there had to be more behind all this „dying“ affair than meets the eye.

The essence of the person we know has to go somewhere and who better to manage the whole thing than Gods (in the general sence, I include nature religions etc. here because addressing every religion seperately would make this post unreadably long).

So depending on the believes common in the respective parts of the world the tribes lived in, varying methods and rites where invented to despose of the bodys and honour (or dishonour, if the person in question was an enemy or had done something wrong) the dead persons spirit.

Burial Arrangement
(c) by Artotem published under cc attribution license

Some dug graves and added grave goods for use in the next life, others burned the bodies, some even built mounds where the deceased rested in peace in a sitting position, and all those rites of course evolved with time, leading to things like the great pyramids…

There exist manifold methods, complicated rituals and sometimes macabre approaches to the disposal of the dead all the cultures of the world developed.

To sum it up, burial methods are quite fascinating and can tell you quite a lot about the believes and attitudes towards life and death people around the globe have, but one thing they all have in common: They are a way of dealing with the loss (for better or worse) of another person that until then played some part in your life and also the mortality of the self.

For further Information on this topic you can take a look at those websites: thefuneralsource.orgTED funeral traditions10 extraordinary burial methods from around the world

May: We all die one day – Mai: Besuch vom Sensenmann

we all die one day

Yes, I´m back, and with such a fun topic ^^. But seriously, death has struck twice in my family at the end of April, my grandmother and my grandad died only hours apart. Both reached a blessed age, my grandmother was 88 and my grandad 97, and for both death was a release.

But it got me thinking: What is my approach to death? How do others handle the subject? What comes after?

In May I´m going to look at the subject from different angles and create something for every topic, like burial rites, dias de los muertos and terry pratchetts DEATH (not his death, his „DEATH“). Don´t worry, they won´t all be gloomy, most of it will actually be amusing 😉 .

Because this is a very research- intensiv subject, and because I have a lot of other stuff to handle right now, I will post only every 3rd day (with breaks on Sunday), day 1 being for research, day 2 for sketching and preparing and day 3 for implementation and posting. So I´ll be busy, I just won´t report about it every day.

And because I had to attend 2 funerals in 3 days last week this is officially my first May- Project post, with some spontaneous art work I did on Sunday – hope you like it 🙂 .

Ja, ich bin wieder da, und gleich mit so einem fröhlichen Thema ^^.
Aber Spaß beiseite, der Tod hat Ende April gleich 2 meiner Verwandten für sich beansprucht, meine Großmutter und mein Opa starben nur wenige Stunden nacheinander. Beide gingen in gesegnetem Alter, Großmutter wurde 88 und mein Opa 97, und für beide war der Tod eine Erlösung.

Aber es brachte mich natürlich zum Grübeln: Wie stehe ich zum Thema Tod? Wie gehen andere Menschen damit um? Was kommt „danach“?

Im Mai werde ich mich dem Thema von verschiedenen Seiten annähern und zu jedem Thema etwas Kreatives gestalten, zum Beispiel zu Bestattungsriten, den „dias de los muertos“ und Terry Pratchetts TOD (nicht seinem Tod, seinem „TOD“). Also keine Sorge, der Mai wird nicht nur düster, der Großteil der Posts wird sogar recht amüsant sein 😉 .

Weil das ein ziemlich Recherche- intensives Unterfangen ist, und ich auch jede Menge anderes Zeug zu erledigen habe, werde ich diesmal nur alle 3 Tage posten (mit Pause am Sonntag), Tag 1 ist für Recherche gedacht, Tag zwei zum Vorbereiten und Skizzieren und Tag 3 fürs Umsetzen und Posten. Ich werde also durchaus beschäftigt sein, nur eben nicht jeden Tag darüber schreiben.

Und weil ich letzte Woche innerhalb von 3 Tagen zu 2 Beerdigungen musste ist dies mein offizieller erster Mai-Post, mit einer Spontanarbeit, die ich am Sonntag zusammengephotoshopped habe, ich hoffe sie gefällt euch 🙂 .