Why Privacy?

privacy three wise monkeys variation

AS RELEVANT AS IT GETS

To think that I was afraid that I wouldn´t find a hook for this one…
Just now, as we are busy with things like refugees, elections and economy, Austria is on bringing a new bill on the way that makes surveillance of each and every citizen without judicial order (and control) an easy job. Intelligence services are to be established, one for every state and an additional one for nationwide investigations. One might think that we were at least as big as the US.
The assignment of paid snitches (confidential informants) is to be legalized (because it works oh so well in Germany…), the investigation in the social milieu and every bit of data of the parties concerned to become standard practice and all of that to extremely vague statutory provisions, so practically without reasonable suspicion.

That is why, before getting to the actual subject, I want to ask all of my Austrian readers to take a look at (and sign) the petition against this new law on https://www.staatsschutz.at/, there you can also get more detailed information and links concerning the subject.
I´m am far from being an expert in these matters and if you want profound insight in the matter you are well served there. What I want to talk about at this point are the social effects of surveillance rather than legal details.

BECAUSE WE´VE ALL BEEN 12 ONCE

Privacy is, contrary to its name, not a phenomenon that only affects the individuals concerned. Surveillance, resp. the option of surveillance, holistically impacts the society we live in.
There is one “great” slogan that annoys me to the bone:

“If you have nothing to hide, you have nothing to fear”

Firstly – is that the biggest bull… horns I ever heard. Who would want the world to know how he behaved while plastered, what he looks like when he has a gastric flu or what he was up to in the cellar when he was 12 years old? Everyone has something to hide and the right to hide it.

Secondly – This isn´t even true for the theoretical human being that never had a drop of alcohol, is never ill and was never 12 years old. He too is not alone on this world.

BECAUSE WE NEED PEOPLE TO SPEAK UP

It is important for all of us that there are people, journalists or private persons, who stand up against social injustices. If that doesn´t happen the injustices will not be eradicated and will probably get worse as time goes by. That we all are affected by, secrets or no secrets.

And surveillance, especially without restrictions, makes standing up to something not only more difficult but above all more dangerous.
People who protest against something can easily attract the attention of secret services, this can ruin their lives and in extreme cases their survival can be at stake. Who would really like to use their civil rights, to protest and to speak freely, under these circumstances, and that´s what this is about!

BECAUSE WE CHANGE UNDER THE INFLUENCE OF PERMANENT SURVEILLANCE

And after a while something else happens: We begin to censor ourselves.
If we are always confronted with the option of being monitored we behave differently, more conformistically, spouses, children, parents, friends, what we do might endanger them.
And the longer we are in this state the more rarely we will speak up or strike a new path.

Just imagine for a moment that everywhere in your home and at your person there were cameras that transfer everything you do, every second of your life, to a person you don´t know. Would you really behave as usual?
I wouldn´t, many a joke I would keep to myself, avoid many subjects, rarely talk about political injustices, my exchange with my environment, my voice would be severely constrained.
I wish I was the kind of hero that doesn´t bow to such conditions and speak his mind anyway, but I don´t think I would be this kind of person. I do have something to loose and a big part of humanity has also.
This is, of course, a very extreme example, but little by little and over a long time this is basically what happens. Behaviour adapts to surveillance.

BECAUSE WE CAN´T SEE THE FUTURE

And even if we generously assume that our government will use surveillance responsibly and only in emergencies (and seriously, who actually trusts them to do that):
Who can guarantee that the next government will keep it up like that?
Once implemented such laws are very difficult to get rid of again, especially if a government wants to use them to their advantage.

I don´t think we should get used to google, facebook and government knowing everything about us all the time.
I think we should get used to demand our right to privacy.

credits: CCTV Vektors by spoongraphics

Warum Privatsphäre?

privacy three wise monkeys variation

AKTUELLER WIRD´S NICHT

Und ich dachte schon, ich müsste mir einen Aufhänger für das Thema suchen.
Gerade jetzt, wo Flüchtlingsproblematik, Wahlen und Wirtschaft uns auf Trab halten, will Österreich einen neuen Gesetzesentwurf auf den Weg bringen, der die Ausspähung sämtlicher Bürger ohne richterliche Anordnung (und entsprechende Kontrolle) zu einem leichten Spiel werden lässt. Geheimdienste sollen eingeführt werden, für jedes Bundesland einer und noch einer extra für landesweite Ermittlungen. Man könnte meinen, wir wären mindestens so groß wie die USA.
Der Einsatz bezahlter Spitzel (V-Leute) soll legal werden (in Deutschland merkt man ja schon, wie gut das funktioniert…), das Ausforschen des persönlichen Umfelds und sämtlicher Daten normale Vorgehensweise und das Ganze mit absolut schwammig definierten Anwendungsvorgaben, praktisch gesehen also ohne begründeten Verdacht.

Deswegen möchte ich, bevor ich zum eigentlichen Thema komme, sämtliche meiner österreichischen Leser bitten, sich die Petition gegen den Gesetzesentwurf auf https://www.staatsschutz.at/ anzusehen und zu unterschreiben, da gibt’s auch genauere Informationen und Links zum Thema, ich bin bei weitem kein Experte auf dem Gebiet und wer sich tiefe gehend darüber informieren will sei dahin verwiesen. Ich möchte mich an dieser Stelle eher mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von Überwachung beschäftigen , weniger mit den juristischen Spitzfindigkeiten.

WEIL WIR ALLE MAL 12 WAREN

Privatsphäre ist, entgegen ihres Namens, kein Phänomen das nur die jeweiligen Einzelpersonen betrifft. Überwachung, bzw. vor allem die Möglichkeit der Überwachung, hat ganzheitlich Einfluss auf die Gesellschaft, in der wir leben.
Es gibt da diesen tollen Spruch, der mich immer wieder nervt:

„Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten“

1. Ist das der größte Blödsinn, den ich je gehört habe. Wer will schon, dass die ganze Welt weiß, wie man sich im größten Suff aufgeführt hat, wie man mit Magen-Darmgrippe aussieht oder was man als 12-jähriger heimlich im Keller angestellt hat. Jeder hat etwas zu verbergen und auch das Recht dazu.
2. Stimmt das auch für den theoretischen Menschen nicht, der nicht hin und wieder besoffen ist, Magen- Darmgrippe hat oder jemals 12 Jahre alt war, denn auch er lebt nicht alleine auf der Welt.

WEIL WIR MENSCHEN BRAUCHEN, DIE DEN MUND AUFMACHEN

Für uns alle ist es wichtig, dass jemand aufsteht und gegen Missstände protestiert, ob das nun Journalisten sind oder Privatpersonen, denn wenn das nicht passiert werden diese Missstände auch nicht beseitigt und sich im Laufe der Zeit verschlimmern. Die Auswirkungen davon bekommen wir zwangsläufig alle zu spüren, ob wir nun Geheimnisse haben oder nicht.

Und Überwachung, vor allem ohne Einschränkungen, macht diesen Protest nicht nur schwierig sondern vor allem gefährlich, .
Wer gegen Missstände protestiert kann leicht ins Visier von Geheimdiensten kommen, das kann Existenzen zerstören, im Extremfall kann es um´s nackte Überleben gehen.
Wer möchte es sich unter diesen Umständen antun, seine demokratischen Grundrechte zu nutzen, und um genau das geht es hier.

WEIL WIR UNS VERÄNDERN, WENN MAN UNS STÄNDIG BEOBACHTET

Und nach einer Weile geschieht noch etwas anderes: Wir fangen an, uns selbst zu zensieren.
Wer ständig mit der Möglichkeit konfrontiert ist, überwacht zu werden, der verhält sich auch konformistischer, bloß nicht auffallen, da hängen Eltern, Ehepartner, Kinder, Freunde mit dran, die man gefährden könnte.
Je länger wir dem ausgesetzt sind, umso seltener werden wir den Mund aufmachen und neue Wege versuchen.

Stellt euch einfach mal vor überall in eurer Wohnung, an eurer Person sind Kameras, die 24 Stunden am Tag übertragen, was ihr so treibt, an jemanden, den ihr nicht kennt.
Würdet ihr euch wirklich verhalten wie sonst auch?
Ich ganz sicher nicht, viele Witze würde ich mir sparen, viele Themen vermeiden, seltener über politische Missstände sprechen, mein Austausch mit der Umwelt, meine Stimme wäre extrem eingeschränkt. Ich wünschte mir ich wäre so ein Held, der trotz aller Repressionen auch in so einem Szenario noch seine Meinung laut verkünden würde, aber ich glaube nicht, dass ich das wäre. Denn ich habe etwas zu verlieren und einem sehr großen Teil der Menschheit geht es genauso.
Natürlich ist das jetzt ein extremes Beispiel, aber im Kleinen und vor allem über längere Zeit wird sich das Verhalten der Menschen an die Überwachung anpassen.

WEIL WIR DIE ZUKUNFT NICHT KENNEN

Und selbst, wenn wir jetzt mal großzügig annehmen, dass unsere Regierung Überwachungsmöglichkeiten tatsächlich verantwortungsbewusst und nur in unmittelbaren Notfällen einsetzen würde (und, mal ehrlich, wer traut ihnen das wirklich zu?):
Wer sagt uns, dass die nächste Regierung das auch so halten wird?
Einmal in Kraft sind solche Gesetze schwer wieder los zu werden, vor allem unter einer Regierung, die sie zu ihrem eigenen Vorteil nutzen WILL.

Ich finde, wir sollten uns nicht daran gewöhnen, dass Google, Facebook und Staatsorgane ständig alles über uns erfahren können.
Wir sollten uns eher daran gewöhnen, unser Recht auf Privatsphäre einzufordern.

credits: CCTV Vektors by spoongraphics

Our Future with Artificial Intelligence

ai for sale

FUN WITH CHATTER-BOTS

I don´t know about you, but I´m fascinated by Artificial Intelligence.
Always have been.
I have watched a perceived 1000 films (from „bicentennial man“ to „terminator“) and read additional 20, 30 books about it.
A couple of months ago I went through a phase where I frequently spent my spare time communicating with so called chatter-bots, one of the more intelligent ones was, amusingly, Skynet , but even he mostly replied using typical phrases and his behaviour got pretty predictable after a very short time. But this pastime can be quite fun, so if you´re bored and have some time you could pick a bot here http://www.chatterbotcollection.com/ and chat for a bit.

conversation with skynet
(c) by skynet-ai.com

AI TODAY

But to get to the actual subject.
At the current state of technology what we call „artificial intelligence“ is really rather „dumb“.
The mere imitation of human behaviour („weak AI“ like for example chatter-bots) hasn´t been accomplished to a sufficient degree yet might well be in the near future. Yes, the Turing Test has been passed, officially, but not indisputably so.
But the real goal of AI, the development of real intelligence („strong AI“ ) that is based on learning, is way harder to achieve.
Capabilities of AIs today to respond to their environment, use so called commonsense knowledge and to adapt are still quite limited, admittedly a great leap forward considering how long we´ve been at the development of AIs, but even so they can´t even compete with a four year old.

On the other hand research in this field is progressing rapidly, some forms of AI, for instance algorithms for user profiling on google, are already in commercial use and also development of „strong AIs“ doesn´t sleep.

THEY´LL TAKE OUR JOBS!!!

asimo

So let´s get used to the thought that in only a couple of decades there may be „real“ AIs, that reach an extant of intelligence similar to humans.
Are we, as humanity, prepared for AI in everyday life? And I´m not talking about skynet scenarios here, but about much more subtle influences on our lives.

There already is a lot of discussing and actual testing going on regarding the uses of AI in dangerous or tedious work-environments. And I think this could be a sound idea, in principle.
From handling poisonous substances to work in retirement homes, robots are much more resistant and reliable than humans. Wait, poisonous substances, of course, but old people?
Well yes, it´s a very tough job, not everybody can endure it without physical or psychological damage, personnel is always short, old people are being neglected and mistreated and let´s be honest, there won´t be a shortage of old people in the near future. Somebody has to do the job and it is not looking good right now. So yes, I think AI in these fields has a lot of potential.

What´s rather worrying me is how society will handle the people who are not doing these jobs any more.

Let´s take a look at the industrial revolution:
Astonishingly it did not lead to wealth in the general population. Wage dumping and as a result poverty was more like it.

Even today many a job goes to automated systems, but yet we have an advantage towards machines – creative and independent thinking.
But when strong AI enters the job market we´ll loose this advantage bit by bit, massive upheaval in the world of work could be inevitable. So the question is how will we handle this situation.

The view on work today, as a basis of life and existence, would have to be reconsidered, its role in the pursuit of meaning in ones life highlighted and alternative means of ensuring a livelihood for everyone created.

Is it realistic to think that this will happen soon in achievement-oriented society? Probably not.
Let´s hope that the development of strong AI will take a good while.


SUPERINTELLIGENCE AND US

But all right, let´s assume for a moment that we will be able to manage life at the side of intelligent machines and robots in a way that allows for social stability and everything else works out well too.
What does our further future in this machine-human utopia look like?
Us, being biological beings, we have quite narrow limits to the extent our evolution can develop.
Machines, on the other hand, they are not as limited by factors like ageing or the space their neurological networks can grow in as we are.
So it is very possible that they will overtake us shortly after having reached our stage of intelligence and knowledge. They become „superintelligent“.

And at this point we do come close to Skynet scenarios , because what a computer apprehends as solutions to certain problems is not necessarily what is good for human beings. We will have to take extreme care to implement a sound moral base into their programming, a very comprehensive one, they have to be „on our side“, a kind of enlarged set of asimovs laws of robotics.

This will not be an easy task, what with endless variables that have to be taken into account and endless scenarios that have to be simulated. Are we up to this and will we actually do that, dumb creatures that we often are, or will we move too fast, blinded be the prospect of profit and efficiency?

WHEN MACHINES MAKE MORAL DECISIONS FOR US

What gives me reason to doubt our ability to manage this kind of situation well is the fact that even today automated and „intelligent“ weapon systems are (depending on the area more or less intensively) already in use and many people have fallen victim to them.
Killing is being dehumanized and bit by bit it becomes more of a video game than a very complex and hard moral decision. How much will the inhibition level sink when we don´t have to make these decision at all any more?

EQUAL RIGHTS

And last but not least there´s the question of the rights such entities should have. When are sapient creatures, alive or not, entitled to basic rights like freedom of choice, personal fulfilment and reproduction? Hereof I won´t write too much, there are thousands of books and films concerning this matter, and this post is already becoming more of a little novel. But in this context I would very much like to recommend the film „Her“.

THRILLING, THAT…

AI is an extremely enthralling subject we will have to consider in the not too far future, even though today it still sounds a lot like science fiction in many ways. But if we consider how “smart” googles algorithms are today we can imagine that “strong AI” won´t be long in coming.

How about you, who have actually read the post to the very end ;), Skynet or machine-human utopia?

And as a quick reminder how fast time goes by:

Icons: Abdullah Bin Laique

Unsere Zukunft mit künstlicher Intelligenz

ai for sale packaging

SPAß MIT CHATTER-BOTS

Ich weiß nicht, wie´s euch geht, aber ich finde das Thema künstliche Intelligenz faszinierend.
Fand ich immer schon.
Ich hab bisher sicher gefühlte 1000 Filme zu dem Thema gesehen (von „Der 200 Jahre Mann“ bis Terminator) und nochmal gut 20, 30 Bücher dazu gelesen.

Vor ein paar Monaten hatte ich dann eine Phase, in der ich mich immer wieder in meiner Freizeit mit sog. Chatterbots unterhalten habe, eine der „intelligenteren“ Varianten war dabei witziger weise „skynet“ , der allerdings auch nur mit typischen Phrasen reagiert und dessen Verhalten nach kurzer Zeit sehr durchschaubar ist. Aber es kann wirklich Spaß machen, also wenn ihr Lust und/oder Langeweile habt könnt ihr euch ja mal auf http://www.chatterbotcollection.com/ einen aussuchen und ein Bisschen mit ihm quatschen.

conversation with skynet
(c) skynet-ai.com

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ HEUTE

Aber zum eigentlichen Thema:

Akut sind wir ja noch auf einem Stand, wo die sog. Künstliche „Intelligenz“ doch eher als ziemlich „dümmlich“ anzusehen ist.
Während die reine Nachahmung von menschlichem Verhalten („schwache KI“ – wie zum Beispiel eben Chatterbots) zwar noch nicht in dem Sinn gelungen, aber durchaus zeitnah erreichbar ist, worauf zum Beispiel der Turing Test im Großen und Ganzen ausgelegt ist (der übrigens 2014, allerdings nicht unumstritten, bestanden wurde), ist die Entwicklung wirklicher Intelligenz („neue KI“), die auf Lernverhalten basiert wesentlich schwieriger umzusetzen. Die Möglichkeiten von KI´s auf ihre Umwelt zu reagieren, davon zu lernen , sog. „Weltwissen“ einzusetzen und sich an die Umwelt anzupassen ist noch sehr eingeschränkt, zwar dennoch ein Riesensprung wenn man bedenkt, seit wann KI´s entwickelt werden (1956) aber nicht mal im Ansatz auch nur auf dem Stand eines Kleinkindes.

Andererseits ist die Forschung auf diesem Gebiet rapide unterwegs, eine Art künstlicher Intelligenz, zum Beispiel in Form von Algorithmen für Nutzereinschätzung bei Google, ist bereits in kommerzieller Verwendung und auch die Entwicklung „neuer KIs“ steht nicht still.

Ein kurzer Überblick über die Entwicklung von KI

DIE KLAUN UNS UNSRE JOBS!

asimo
Freunden wir uns also mal prophylaktisch mit dem Gedanken an, dass in wenigen Jahrzehnten „echte“, an das menschliche Maß heranreichende künstliche Intelligenzen möglich sein könnten.

Sind wir, so als Menschheit, auf KI´s im Alltagsleben vorbereitet? Und dabei spreche ich jetzt überhaupt nicht von Skynet Szenarien sondern über viel simplere Einflüsse auf unser Leben.

Von vielen Seiten her werden heute schon Möglichkeiten diskutiert diskutiert und getestet, bei denen Roboter mit KIs gefährliche und/ oder mühsame Arbeiten übernehmen könnten. Was ich prinzipiell für eine gute Idee halte.
Vom Umgang mit giftigen Stoffen bis zur Arbeit in Altenheimen sind Roboter widerstandsfähiger und verlässlicher als Menschen. Giftige Stoffe – eh klar. Arbeit mit alten Menschen?
Nun ja, es ist ein Knochenjob, nicht jeder kommt da psychisch und physisch unbeschadet raus, es herrscht großer Personalmangel, alte Menschen werden vernachlässigt oder misshandelt und seien wir mal ehrlich, an alten Menschen wird es uns auch in der Zukunft nicht mangeln, eher im Gegenteil. Irgendwer muss die Betreuung übernehmen und es sieht akut nicht gut aus. Also ja, hat Potential, das Ganze.

Probleme habe ich da eher damit, wie die Gesellschaft mit denjenigen umgehen wird, die diese Arbeiten dann nicht mehr ausführen..

Wenn wir mal die industrielle Revolution als Beispiel betrachten:
Völlig überraschend führte diese Entwicklung in der Allgemeinbevölkerung damals nicht zu größerem Wohlstand. Lohndumping und folgend Armut waren eher zu beobachten.

Schon heute gehen viele Jobs an automatisierte Systeme, akut aber haben wir gegenüber Maschinen noch den Vorteil des eigenständigen und kreativen Denkens.
Durch den Einsatz von KIs würde dieser Vorteil nach und nach verloren gehen, eine gewaltige Umwälzung der Arbeitswelt könnte die Folge sein. Dann stellt sich wirklich die Frage, wie wir damit umgehen.
Das aktuelle Bild der Arbeit als Lebens- und Existenzgrundlage müsste überdacht werden, die sinnstiftende Eigenschaft des Arbeitens ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt und eine Alternative für die Erhaltung von Existenzen geschaffen werden.
Wird das in der Leistungsgesellschaft so bald passieren? Vermutlich nicht. Hoffen wir also, dass die Entwicklung „echter“ KIs noch lange auf sich warten lässt

SUPERINTELLIGENZ UND WIR

Aber gut, stellen wir uns vor, als Gedankenexperiment, wir kriegen das hin und das Leben Seite an Seite mit intelligenten Robotern und Maschinen entzieht uns nicht die Lebensgrundlage und klappt auch sonst recht reibungslos.
Wie sieht´s dann in Zukunft aus, denn wo wir als biologische Wesen recht eingeschränkt sind haben Maschinen wesentlich größere Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln, sie sind nicht im selben Maß wie wir von Alterungsprozessen und Wachstumsgrenzen ihrer neuronalen Netzwerke beeinträchtigt. Es kann also gut sein, dass sie uns, sobald sie unseren Stand an Intelligenz erreicht haben, sehr bald überholen. Sie erreichen die „Superintelligenz“ .
Und hier kommen wir langsam aber sicher wieder in Richtung Skynet Szenarien, denn was ein Computer als Lösung für gewisse Aufgabenstellungen betrachtet ist nicht zwangsläufig das, was uns als Menschen gut tut. Da müsste sehr darauf geachtet werden, den KIs von vorneherein moralische Grundlagen zu vermitteln, und das sehr sehr umfassend, sie müssten „auf unserer Seite sein“, eine Art ausgeweitete Variante der asimovschen Robotergesetze . Das wäre eine vehement schwierige Aufgabe, unendlich viele Variablen müssten einbezogen und Szenarien durchdacht werden. Sind wir dem gewachsen und wird das auch passieren oder wir Menschen, dumm, wie wir nun mal oft sind, zu schnell und unvorbereitet vorgehen dank der Aussicht auf Gewinn und Effizienz?

WENN MASCHINEN UNS MORALISCHE ENTSCHEIDUNGEN ABNEHMEN

Was mich ein Bisschen an unserer Fähigkeit, so eine Situation gut handzuhaben, zweifeln lässt, ist der bereits jetzt (je nach Gebiet mehr oder weniger) intensiv genutzte Einsatz automatisierter, „intelligenter“ Waffensysteme. Das Militär ist bei der Entwicklung von KIs vorne mit dabei und zu viele Menschen sind bereits jetzt den Ergebnissen zum Opfer gefallen. Das Töten wird entmenschlicht, nach und nach mehr zu einem Computerspiel statt einer schwerwiegenden moralischen Frage. Wie sehr würde die Hemmschwelle sinken, wenn wir selbst gar nichts mehr damit zu tun haben?

GLEICHES RECHT FÜR ALLE

Und zu guter Letzt bleibt natürlich die Frage, welche Rechte solche Wesen haben sollen. Ab wann hat ein bewusstes, intelligentes Wesen, ob lebendig oder nicht, ein Anrecht auf grundlegende Rechte wie Entscheidungsfreiheit, Selbstverwirklichung, Vermehrung? Diesbezüglich möchte ich jetzt nicht mehr all zu sehr in die Tiefe gehen, denn dazu gibt es x Filme und Bücher, mit denen man sich selbst mit dieser Frage auseinandersetzen kann und dieser Post ist jetzt schon ein kleiner Roman.Trotzdem möchte ich euch diesem Zusammenhang „Her“ wärmstens empfehlen.

SPANNEND, SPANNEND…
asimo with politicians
KI ist ein extrem spannendes Thema, mit dem wir uns in Zukunft auseinandersetzen werden müssen, auch wenn es heute eher noch wie Sciencefiction klingt. Aber wenn wir bedenken, wie „schlau“ Googles Algorithmen heute schon sind kann man sich vorstellen, dass die „Neue KI“ nicht auf ewig auf sich warten lassen wird.
Und, wie geht’s euch mit dem Thema, ihr, die ihr tatsächlich den ganzen Post bis zum Ende gelesen habt ;). Skynet Szenario oder utopische Zukunft mit künstlichen Mitbewohnern auf unserem Planeten?

und als kleine Erinnerung, wie schnell die Zeit vergehen kann 😉 :

Icons: Abdullah Bin Laique

Für gemeinsame Emanzipation – Das Recht zu sein, wie wir sind

poster for equality of the sexes; title: for the right to be who we are; several male and female peoples faces mixed up to make one face

WIR ALLE SIND MENSCHEN – BENEHMEN WIR UNS AUCH SO

Feminismus ist wichtig. Gar keine Frage. Emanzipation genauso, wenn nicht gar mehr.
Jahrhundertelang wurden Frauen (und andere Teile der Gesellschaft) unterdrückt und ihnen einige der grundlegendsten Menschenrechte vorenthalten. In vielen Ländern läuft das immer noch so und selbst in der ach so zivilisierten westlichen Welt verdienen Frauen immer noch weniger für die gleiche Arbeitsleistung, sie haben schlechtere Chancen auf Führungspositionen und werden sexuell bedrängt.

Also ja, Feminismus ist wichtig, sehr sogar. Aber einige Subgruppierungen des Feminismus haben ihm einen schlechten Dienst erwiesen, indem sie Männer generell dämonisieren. Männer, sagen sie, sind alle gleich, unemphatisch, machthungrig, komplett respektlos gegenüber Frauen und sexgetriebene Untiere.

Ich denke die meisten von uns wissen mittlerweile, dass das genausosehr Blödsinn ist wie zu sagen, dass jede Frau weichherzig, einfühlsam und ein Bisschen dämlich ist.

Wir sind alle einfach Menschen, niemand ist genau wie ein anderer und wir alle haben unsere kleinen Eigenheiten, Männchen wie Weibchen.

WIR HABEN´S WEIT GEBRACHT

Die Emanzipation der Frau, auch wenn sie natürlich noch nicht am Ende ist, hat viel erreicht.
Und wir alle, Männer wie Frauen, mussten/müssen uns an eine neue Welt gewöhnen und, vor allem, an ein neues Bild der Geschlechter und wie sie uns als Menschen und unser Verhalten tatsächlich beeinflussen.

Lasst uns also einen Schritt weitergehen: Vielleicht sind Geschlechtsidentitäten gar nicht so sehr davon bestimmt, mit welchen physischen Merkmalen man auf die Welt kommt. Vielleicht bewegen sie sich vielmehr in einem Spektrum so genannter „männlicher“ und „weiblicher“ Charakteristiken, die wir alle bis zu einem gewissen Grad haben.

Die mediale Aufmerksamkeit, die die Transgender Debatte momentan erhält, könnte in meinen Augen etwas sehr gutes bewirken. Sie könnte der Anstoß für uns sein, uns mal generell über Geschlechtsidentität an sich Gedanken zu machen

Und hier geht es bei weitem nicht nur um Menschen, die in einen Körper geboren wurden, der ihrer Geschlechtsidentität widerspricht. Ich zum Beispiel, ich habe mich nie so richtig als „weiblich“ identifizieren können, als „männlich“ habe ich mich aber auch nie wirklich gefühlt. Ich liege irgendwo dazwischen, und vielen anderen geht es genauso.

Sollte uns das nicht motivieren die Geschlechtsstereotypen über Bord zu werfen und anzufangen uns auf das zu konzentrieren, was für uns alle, männlich, weiblich und sonstwie, wirklich wichtig ist:
Für das Recht zu kämpfen, zu sein wie wir sind, akzeptiert zu werden unabhängig von unserem Geschlecht, unserer Hautfarbe, Behinderungen, Kleidungsstil, Einkommen…

ES IST KEIN KRIEG – ES IST EINE REVOLUTION

Natürlich wird all das nicht von heute auf morgen möglich sein und es gibt noch viele Schlachten auszufechten. Viele Männer denken immer noch, dass Frauen keine Führungseigenschaften besitzen. Viele Frauen denken immer noch, dass Männer prinzipiell sexgetriebene Untiere sind.

Aber ich glaube wir müssen dagegen gemeinsam kämpfen, männlich, weiblich, Hermaphroditen, transgender, Hetero-, Homo- und Bisexuelle.

Ich glaube, dass es für eine Frau O.K. sein sollte, wenn sie sich wünscht bei den Kindern zuhause zu bleiben und sich um den Haushalt zu kümmern.
Ich glaube, dass es für Männer O.K. sein sollte, „männlich“ sein zu wollen und Karriere zu machen.
Ich glaube, dass es in Ordnung sein sollte, wenn ein Mann seine feminine Seiten zeigen will und deswegen Röcke anzieht (die übrigens sehr sexy an Männern aussehen können 😉 ) und Make-Up aufträgt.
Ich glaube es sollte kein Problem sein, wenn einer Frau ihr Aussehen nicht so wichtig ist.

Und wenn wir nicht anfangen gemeinsam daran zu arbeiten statt gegeneinander zu kämpfen glaube ich nicht, dass wir dieses Ziel, einfach so sein zu können, wie wir sind, je erreichen werden.

P.S. an meine deutschen Leser: Verzeiht bitte, dass die deutsche Übersetzung des Beitrags erst heute online gegangen ist, ich hab gestern so oder so bis halb 12 gearbeitet und irgendwann muss ich auch mal schlafen ^^.

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by random-atcs-stock:

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MUA: Max
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http://www.randomacts.biz/

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Photographer: Rachel

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by Lucas

by Liancary-art(Lia):

North man

thank you all for your beautiful artwork 🙂

Let´s emancipate together – For the Right To Be Who We Are

poster for equality of the sexes; title: for the right to be who we are; several male and female peoples faces mixed up to make one face

WE ARE ALL HUMAN – LET´S ACT LIKE IT

Feminism is important. There really is no question about it. Emancipation equally so.
For centuries women (and other parts of society) have been oppressed and deprived of some of the most basic human rights. In many countries this is still going on and even here in the ever so civilized western world women aren´t paid the same for the same work, are less likely to get leading positions and are sexually harassed.

So yes, feminism is important, very much. But some subgroups of feminism have done it a more than questionable favour by demonizing men in general. Men, they say, are all the same, they are unemphatic, power hungry, have no respect whatsoever for women and are sexual predators.

I think most of us know now that this is as much bull… sheets like saying every woman is softhearted, empathic and slightly dumb.

We are all just human, nobody is exactely the same and we all have our little ways, male or female.

WE´VE COME A LONG WAY

The emancipation of women, though of course not at the finish yet, has come a long way.
And all of us, men and women alike, had to get accustomed to a new world and, more importantly, a new image of gender and how it really affects the way we behave.

So let´s go one step further: Maybe gender really isn´t so much about the physical traits we are born with. Maybe it´s more like a spectrum of so called „male“ and „female“ characteristics we all have.

The medial attention the topic „transgender“ had in the last couple of weeks is, in my eyes, a very good thing. It may have the potential to give us the push we need to reconsider the nature of gender in general.

And it´s not just about people who have been born with physical traits that don´t fit the way they feel about themselves. Me, I never really identified as „purely“ female, but I didn´t feel „male“, either. I´m somewhere in between, and many others are too.

Should that not be a motivation to do away with gender stereotypes and start concentrating on what really is important, for all of us, male, female and others alike:
To fight for the right to be accepted for who we are, regardless of gender, skin colour, disabilities, style of dress, income…

IT´S NOT A WAR, IT´S A REVOLUTION

Of course this won´t happen overnight and there are still many battles to fight.
Many men still think that women have no leading skills. Many Women still think that men are foremost sexual predators.

But I think we should do this together, male, female, hermaphrodite, transgender, hetero-, homo- and bisexual.

I think it should be okay for a woman to want to stay at home with the kids and for a man to want to be „manly“ and have a career.

I think it should be okay for a man to want to show his female side and wear skirts (men in skirts can be very sexy, by the way 😉 ) and make-up and for a women to not care so much about that.

And if we don´t start working together instead of fighting each other we will never be able to achieve this.

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